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DGUV V3 Prüfprotokoll: Vorlage kostenlos als PDF

Das Prüfprotokoll für ortsveränderliche elektrische Geräte nach DIN EN 50699 und DIN EN 50678 – zum Ausdrucken, mit allen Feldern und den Grenzwerten auf einen Blick.

Von A. Konrad Elektrotechnik, Krefeld · Elektromeister, Innungsfachbetrieb · Stand: Oktober 2026

Was gehört in ein DGUV V3 Prüfprotokoll?

Eine feste Form schreibt die DGUV Vorschrift 3 nicht vor. Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt, dass Art, Umfang und Ergebnis der Prüfung aufgezeichnet werden (§ 14 Abs. 7 BetrSichV). In der Praxis – und damit im Schadensfall nachvollziehbar – gehören diese Angaben hinein:

  • Betreiber und Standort des Geräts
  • Eindeutige Kennzeichnung: Bezeichnung, Hersteller, Typ, Seriennummer, Inventarnummer
  • Schutzklasse und Anschlussart
  • Prüfgrundlage und Prüfanlass: Wiederholungsprüfung oder Prüfung nach Instandsetzung
  • Ergebnis der Sichtprüfung
  • Messwerte mit Verfahren und Grenzwert
  • Funktionsprüfung
  • Verwendetes Messgerät
  • Gesamtergebnis und festgestellte Mängel
  • Prüfer, Datum, Unterschrift
  • Termin der nächsten Prüfung

Die Grenzwerte in der Vorlage

Die Werte gelten für die Wiederholungsprüfung nach DIN EN 50699 und die Prüfung nach Instandsetzung nach DIN EN 50678. Abweichende Werte aus Produktnormen oder Herstellerangaben gehen vor.

MessungGilt fürGrenzwert
SchutzleiterwiderstandSchutzklasse I≤ 0,3 Ω bis 5 m Leitung, je weitere 7,5 m + 0,1 Ω, höchstens 1 Ω
IsolationswiderstandPrüfspannung 500 V DC, Schutzklasse III 250 V DCSchutzklasse I · mit Heizelementen
Schutzklasse II · Schutzklasse III
≥ 1 MΩ · ≥ 0,3 MΩ
≥ 2 MΩ · ≥ 0,25 MΩ
SchutzleiterstromSchutzklasse I≤ 3,5 mA; Heizelemente über 3,5 kW: 1 mA je kW, höchstens 10 mA
Berührungsstromberührbare leitfähige Teile, Schutzklasse II≤ 0,5 mA

So füllen Sie die Vorlage aus

  1. Gerät erfassen. Betreiber, Standort und Gerätedaten eintragen. Die Inventarnummer ist wichtig: Sie verbindet Protokoll, Prüfplakette und Gerät.
  2. Sichtprüfung zuerst. Gehäuse, Leitung, Stecker, Zugentlastung und Aufschriften ansehen. Ein offensichtlicher Mangel beendet die Prüfung – das Gerät geht nicht in die Messung, sondern aus dem Betrieb.
  3. Messen. Bei Schutzklasse I zuerst den Schutzleiterwiderstand, dabei die Leitung bewegen. Danach den Isolationswiderstand und den Schutzleiter- bzw. Berührungsstrom. Messwert und Verfahren eintragen, mit dem Grenzwert vergleichen.
  4. Funktion prüfen. Das Gerät einschalten und bestimmungsgemäß betreiben.
  5. Ergebnis festhalten. Ergebnis ankreuzen, Mängel beschreiben, die nächste Prüfung eintragen und die Prüfplakette anbringen. Ein Gerät mit Mangel wird gekennzeichnet und darf nicht benutzt werden.

Wie oft das nächste Mal geprüft wird, steht in den DGUV V3 Prüffristen – mit Fristrechner.

Papier oder App?

Für ein paar Geräte reicht die Vorlage. Ab einigen Dutzend Prüflingen wird das Abschreiben, Vergleichen und Ablegen zur eigentlichen Arbeit.

Vorlage auf Papier

  • sofort einsatzbereit, kostenlos
  • Grenzwerte selbst vergleichen
  • Fristen und Fehlerquote von Hand nachhalten
  • Ablage im Ordner

Prüf-App für Geräte

  • Grenzwerte werden automatisch geprüft
  • PDF-Protokoll je Kunde, Objekt und Prüfling
  • Fälligkeitsübersicht statt Kalender
  • direkt im Browser, 7 Tage kostenlos

Häufige Fragen zur Vorlage

Ist die Vorlage kostenlos?
Ja. Die PDF-Vorlage lässt sich ohne Anmeldung herunterladen, ausdrucken und für die eigenen Prüfungen verwenden.
Reicht ein Prüfprotokoll auf Papier?
Ja. Eine bestimmte Form ist nicht vorgeschrieben. Die Aufzeichnung muss Art, Umfang und Ergebnis der Prüfung nachvollziehbar festhalten und darf auch elektronisch aufbewahrt werden.
Wie lange muss ich das Prüfprotokoll aufbewahren?
Nach § 14 Abs. 7 BetrSichV mindestens bis zur nächsten Prüfung. Wer die Fehlerquote für längere Prüffristen nutzen will, bewahrt die Protokolle sinnvollerweise länger auf.
Gilt die DIN VDE 0701-0702 noch?
Nein. Sie ist zurückgezogen. Geprüft wird heute nach DIN EN 50699 (VDE 0702) bei der Wiederholungsprüfung und nach DIN EN 50678 (VDE 0701) nach einer Instandsetzung.
Welche Grenzwerte gelten für den Isolationswiderstand?
Schutzklasse I mindestens 1 MΩ, mit Heizelementen mindestens 0,3 MΩ, Schutzklasse II mindestens 2 MΩ und Schutzklasse III mindestens 0,25 MΩ – gemessen mit 500 V Gleichspannung, bei Schutzklasse III mit 250 V.

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Vom Zettel zum fertigen PDF-Protokoll

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Hinweis – keine Rechtsberatung: Vorlage und Seite geben allgemeine fachliche Informationen und ersetzen weder eine Rechtsberatung noch die Gefährdungsbeurteilung Ihres Betriebs. Maßgeblich sind die geltenden Normen – insbesondere DIN EN 50699 und DIN EN 50678 –, die DGUV Vorschrift 3, die BetrSichV und die Angaben der Hersteller. Grenzwerte ohne Gewähr.